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Fashion Revolution: Warum nix besser geworden ist

Am Dienstag ist es mal wieder so weit: Es ist Fashion Revolution Day: Vor fünf Jahren stürzte die mehrstöckige Textilfabrik außerhalb von Dhaka in sich zusammen, über 1300 Menschen starben, über 2500 wurden verletzt.

Damals gab es dann – mir viiiiiiiel Schubsen und Druck von diversen NGOs und Gewerkschaften – einerseits Zahlungen der dort produzierenden Firmen in einen Topf für die Hinterbliebenen, andererseits ein Brandschutzabkommen zur Erhöhung der Sicherheit in den Fabriken. Abgesehen davon (und selbst das war kein Happy End, denn ohne Totenschein konnte man keine Entschädigung beantraten, und sehr viele Leichen wurden nicht identifiziert) wurde aber genau nichts besser.

Im Gegenteil, es wurde schlimmer. Ein Artikel von Elizabeth L. Cline in der L.A.Times bringt es auf den Punkt: H&M ist zwar in der Krise, Fast Fashion im Allgemeinen geht es jedoch leider wirklich blendend. Cline hat wie immer fantastisch ausführlich die Zahlen für die USA recherchiert, doch ich trau mich wetten, dass Europa da nicht mehr weit dahinter ist:

„Clothing purchases dipped during the Great Recession, but by 2015 U.S. shoppers had returned to almost pre-recession peak. That year we bought on average more than 68 garments and eight pairs of shoes ?more than any other nation. (The average price? Just $19.) Retail industry analysts lament that this number of purchases isn’t growing, but perhaps we have nowhere left to stuff another sweater. Our closets, charity shops and landfills are overflowing with last season’s fads.“

Das ist mal wieder so eine Zahl, die mich nachhaltig aus den Socken geworfen hat: 2015 hat die Textilproduktion mehr CO2 ausgespuckt als alle internationalen Flüge (von den USA aus, nehm ich mal an). Wenn man weiß, wie extrem viel CO2 ein einziger Flieger von sich gibt, dann ist das echt die Härte:

In 2015, greenhouse gas emissions from global textile production outstripped those of all international flights. And clothing waste generated in the United States has doubled in 15 years.

Und weils immer NOCH schneller werden muss (H&M, Erfinder von Fast Fashion, hat den Übergang ins Onlinegeschäft verschlafen, meint Cline, während andere Brands voll drauf setzen und damit höchst erfolgreich sind – zum ganzen Artikel gehts übrigens hier), werden die Zustände immer schlechter:

While safety is improving, real wages are in decline and forced overtime is on the rise according to the report by Penn State’s Center for Global Workers‘ Rights. Factories are under increasing pressure by brands to speed up production and lower prices.

Das Fazit ist nüchtern:

„Don’t be fooled into thinking that if H&M fails, fast fashion will soon follow. The fashion industry isn’t slowing down. Alas, it’s still speeding up and its toll on workers and the environment grows by the day.“

Also: Nur weils dem Textilschweden grad nicht wirklich blendend geht, heißt das nicht, dass ab jetzt nach und nach alle anderen Hersteller auch in die Krise geraten und Fast Fashion zu Slow Fashion wird. Nö, es wird sogar zu Faster Fashion, mit all seinen Auswirkungen auf Menschen und Umwelt.

Warum ich darauf hinweise? Weil wir nicht aufgeben dürfen. Weil es leiderleider wirklich bei uns KonsumentInnen liegt, ein klares Zeichen gegen Fast Fashion zu setzen. Und weil wir uns nicht denken dürfen, dass in den Jahren, seit das ganze Thema wirklich in den Mainstreammedien angekommen ist, bereits einiges besser geworden ist.

Nein, ist es nicht. Wir müssen stur bleiben. Für eine echte Fashion Revolution. Das fängt bei kleinen Schritten an. Per Greenpeace hab ich heute ein paar Tipps  für einen nachhaltigen Kleiderschrank zusammengestellt, die man ausführlicher auch im neuen Textilgütesiegelguide nachlesen kann. Es sind nur kleine Schritte, aber wir können sie alle gemeinsam in die richtige Richtung gehen. Oder ums weniger pathetisch zu formulieren: Tauschts eure Sachen, das macht echt Spaß!

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Ich entrümple mein … Leben. Inkl. Nudelsieb.

Ich habe an den letzten Wochenenden und Abenden viel Zeit damit verbracht, meine Wohnung zu entrümpeln. Die Wohnung ist recht groß, und obwohl es meistens zumindest im Wohnzimmer recht aufgeräumt wirkte, war ich doch in den letzten Wochen jedes Mal „belastet“, wenn ich die Tür aufsperrte. In den verschiedenen Schränken war es unaufgeräumt, oben auf den Schränken stapelte es sich und über den Inhalt meiner diversen Schreibtisch- und Kommodenladen hatte ich längst den Überblick verloren. Kurz: Es fühlte sich nicht gut an. Ich hatte das tiefe Bedürfnis, mich von ganz viel Zeug zu trennen, das in meiner Wohnung einfach am falschen Ort war.

Auch bei der Kleidung ging es mir so. Mein Konsum findet zwar nicht mehr bei „bösen“ Anbietern, sondern fast nur noch in Form von Second Hand Käufen oder Tauschparties statt (hin und wieder gönnte ich mir auch ein neues biofaires Teil). Doch gerade weil bei einer Tauschparty schnell mal laut „Hier! Ich!“ gerufen werden kann, stieg die Menge meiner Kleidung innerhalb der letzten zwei Jahre wieder signifikant an.

(Symbolbild von pixabay, ich habs nicht so mit Mustern)

Bereits seit Wochen dachte ich mir: Ich muss das jetzt mal angehen. Aber die schiere Masse erschlug mich fast. Und der Gedanke, was ich wohl in den Schreibtischladen oder oben am Küchenschrank alles finden würde….oioioioioi. Doch dann sah ich vor kurzem in einer Buchhandlung dieses Buch:

Von vielen Aussagen auf den ersten Seiten fühlte ich mich angesprochen. Auch der Autor erklärte, dass sein Zeug ihn besaß und nicht umgekehrt. Es ging mir zwar zu weit, aber es inspirierte mich trotzdem.

Ich begann zu räumen. Im Wohnzimmer schaffte ich es, ein Viertel des Regals, das eigentlich nur mit „Zeugs“ gefüllt ist, zu leeren. Von den Schreibtischladen sind nur noch die Hälfte gefüllt und das sortiert (!). Ich trennte mich von drei Kisten voller Bücher – welche, von denen ich mir eingestand, dass ich sie nie wieder lesen würde, und welche, von denen ich wusste: Dich hab ich zwar noch nicht gelesen, werd ich aber in diesem Leben auch nicht mehr tun. Das Bücherregal war dennoch immer noch gut gefüllt. In der Küche stellte ich fest, dass ich die liebgewonnene Tradition meiner Mutter, altes Küchenzeug mir zu vererben („Du ich hab mir eine neue Pfanne gekauft, ich bring dir die alte mit!“ – „Nein Mami, ich hab schon fünf Pfannen von dir!“ – „Aber was mach ich dann mit der? Geh komm, ich nehm sie dir das nächste Mal einfach mit.“), endlich beenden musste. Kein alleinwohnender Mensch braucht drei Nudelsiebe. Mein Kleiderschrank: Wieder übersichtlich und sortiert, Getauschtes, das im Endeffekt doch nicht getragen wurde, wird wieder weitergegeben. Für Kleidung, an der ich emotional hänge, habe ich die Regel: Ja, behalten, solange es in EINE Lade im Schrank passt. Weil beispielsweise die Weste von der Uroma werd ich garantiert auch in den kommenden 10 Jahren nicht mehr tragen, aber ich werde mich nie von ihr trennen können (wollen). Oder das rückenfreie braune Shirt, in dem ich jeden Sommer in meinen Studententagen verbracht hab und das ich mit so vielen schönen und lustigen Momenten in Verbindung bringe.

(auch wieder Pixabay, aber so könnts bei mir auch aussehen) 

Profi war ich für „Krempelkisten“. Einfach schnell Zeug, das im Weg herum liegt, in eine Kiste räumen, aufn Schrank oder das Regal, und schnell vergessen. Was soll ich sagen, ich habe fünf solcher kleineren und größeren Kisten geleert und dabei Dinge wie meinen Arbeitsvertrag aus dem Jahr 2003 oder ein Feuerzeug mit der Aufschrift „Liste BZÖ – Jörg Haider 2006“ gefunden (letzteres ist zugegebenermaßen direkt in meine Vitrine mit skurrilen Dingen gewandert). Orangefarbene Bettwäsche aus der ersten eigenen Wohnung, ein Einzelset – völlig sinnlos, ich schlafe immer mit zwei weiß überzogenen Decken und Pölstern, mein persönlicher Luxus.

Ich trug ELF große Müllsäcke aus meiner Wohnung (drei davon allein aus der Küche, danke auch, werte Mehlmotte, und lerns endlich, dich brauch ich nicht als Mitbewohner), ich füllte die Altpapiertonne einmal komplett allein (Tschulligung an dieser Stelle, liebe Nachbarn, mach ich nie wieder, versprochen!). In meinem Wohnzimmer stapelt sich immer noch Zeug, das zu schade für die Tonne war. Demnächst werde ich die eine oder andere Freundin „empfangen“ und aussuchen lassen. Alles, was übrig bleibt, geht ins Caritas-Lager, einige Stücke werde ich auf willhaben stellen. Hauptsache, das Zeug ist bald WEG.

Ich arbeitete mich Zimmer für Zimmer vor. Wohnzimmer, Badezimmer, Schlafzimmer, Küche, Schrank. Das Herrliche an diesem eigentlich recht nervigen und anstrengenden Prozess war: Ich wusste, ich nehme gerade jedes einzelne Teil in meinem Besitz in die Hand und entscheide, ob ichs behalte oder nicht. Und an welchen Ort es in Zukunft kommt. Und mit jedem Teil, bei dem ich mir dachte: Nö, weg damit (und da waren einige schwere Entscheidungen dabei!), fühlte ich mich besser. Ich wusste, ich wollte nicht alles wegwerfen, aber ich wollte sortieren und Ordnung in mein Leben bringen.

Bei diesem Gefühl wurde mir dann klar: Boah. Befreiend. Ich sortiere da grad nicht nur meine Wohnung, sondern mein Leben. Ich kenn mich inzwischen glaub ich ganz gut, und wenn sich dieses bamstige Gefühl in der Magengegend breit macht, das ich innere Unruhe nenne, dann weiß ich; Ich muss was tun, was ändern, ich sollte so nicht weitermachen. Und genau diese innere Unruhe füllte die letzten Wochen meinen gesamten Bauchraum aus, es ist viel los in meinem Leben und ich hatte langsam das Gefühl, ich hab nicht mehr alles im Griff. Bei der Entrümpelei merkte ich: Ich schaffte Platz für neue Gedanken, neue Ideen, neue Impulse. Ich trennte mich von Teilen meiner Vergangenheit, um Raum zu schaffen. Und was soll ich sagen: Noch fehlt ein Zimmer (oh Vorzimmerschrank, wie mir vor dir graut…), aber ich merke: Die innere Unruhe ist … ruhig geworden. RuhigER zumindest.

Als ich das letztens mit einer lieben Freundin besprach, meinte die wie aus der Pistole geschossen: „Das ist dein nächstes Buch! Minimalismus!“ – „Aber das gibts doch schon, ich hab dir doch grad von dem Buch von dem Japaner erzählt! Und auch nach meiner Ausmistaktion gehe ich noch lange nicht als Minimalistin durch, will ich auch gar nicht! Das ist doch nur wieder ein neuer Trend, der darauf aufbaut, dass wir Menschen kollektiv überfordert sind vom Tempo unseres Lebens und vom Überangebot in Sachen Konsumgüter.“ – „Nein, nicht so extrem! Diesen Superextremminimalismus gibts grad überall, auf jeder Trendseite im Netz, jede Influencerin, die was auf sich hält, macht einen auf Minimalismus, total anstrengend“, meinte sie. „Aber zwischen Kaufsucht und gar nix haben ist soooo ein breites Feld, und ich finde, man kann dem Leuten schon klar machen: Nur weil du das grad kaufen kannst und jetzt in dem Moment sicher auch total sinnvoll findest, heißt das nicht, dass du es kaufen musst! Und wieder viel mehr auf die immateriellen Werte pochen, mit denen gehts uns doch viel besser als mit viel Zeugs!“

Da hatte sie recht. Es geht mir viel besser mit weniger Zeugs, mit Überblick über meine Besitztümer und dieser Ruhe, die in mir selbst einkehrt, wenn ich merke, dass es mich glücklich macht, dieses noch so schöne Teil da jetzt NICHT zu kaufen, weil ich mir einfach nicht wieder was in die Wohnung stellen will. Selbst wenns vom Flohmarkt ist.

Eigentlich breite ich da gerade eine sehr einfache Geschichte riesengroß aus (könnte auch daran liegen, dass ich hustig und schnupfig zuhause liege, mir stinkefad ist und ich eine schlechte Kranke bin, ich kann nicht nix tun). Aber für mich liegt sehr viel dahinter: Die Freundin hat nämlich absolut recht: So gut mir das Entrümpeln meines Lebens getan hat – dem Minimalismus steh auch ich sehr kritisch gegenüber. Natürlich ist es total spannend, sich selbst zu testen und zu schauen, wie weit komm ich mit wie wenig Besitz (jede/r, der schon mal eine Weile mit Rucksack auf Reisen war, wird wissen: je weniger, desto weiter 🙂 ), und der bunt funkelnden Konsumwelt da draußen kritisch gegenüberzustehen. Aber bei jeder neuen fancy Bloggerin, die Minimalismus für sich entdeckt, krieg ich extrem gemischte Gefühle. Einerseits freu ich mich total, dass auch sie auf den Überkonsumwahnsinn in unserer Welt hinweist, aber andererseits habe ich einfach nur riesigen Bammel, dass Minimalismus als Megatrend gerade genau nur das ist: Ein Trend. Und Trends wechseln schnell. Minimalismus als Trend führt zu leeren Regalen – und wenns einem dann mal fad wird in der leeren Behausung, kann man ja lauter mehr oder weniger sinnvolle Dinge kaufen, um den Schrank wieder zu füllen. Und genau das wird passieren, wenn der Trend mal abgeklungen ist (ich nehme jene Menschen, die Minimalismus als langfristigen Lebensstil begreifen, von meiner Kritik aus. Aber ich glaub, Minimalismus ist langfristig subjektiv genauso wenig erfolgreich wie Diäten, das schaffen vielleicht 10 Prozent der Menschen, die es versuchen).

Manchmal reicht es, sich klarzumachen, dass man

  • den Überblick über den eigenen Besitz haben sollte, zu jedem Zeitpunkt.
  • sich nicht langfristig glücklich kaufen kann, egal, um welche Produkte es sich handelt.
  • keine Dinge braucht, die einem zeigen, was man mal machen wollte, vor langer Zeit (wieso hatte ich eigentlich zwei Sets an inzwischen eingetrockneten Tempera-Farben? Weil ich einmal vor zehn Jahren mal fünf Bilder gemalt hab?)
  • KEIN MENSCH auf diesem Planeten drei Nudelsiebe braucht. Mama, du auch nicht.

Das Buch kann ich trotzdem empfehlen, es gibt sehr gute Impulse. Aber dieses Ding mit „Was ist das eigentlich, dieses Ding zwischen Überkonsum, bewusstem Konsum und Minimalismus? Da ist doch noch was dazwischen?“ lässt mich immer wieder beim Hausverstand landen. Was viel und was wenig ist, ist in den allermeisten Fällen subjektiv zu beurteilen. Aber den Weg, weniger konsumieren und uns damit innerlich etwas freier zu machen, den kann ich objektiv empfehlen.

Die Gedanken „Wann ist genug?“ – „Was braucht man“ und „Welcher Besitz ist mir wichtig“ lassen mich dennoch nicht mehr los. Wo ist die Grenze zwischen „ich hebe Gutes auf, ich kanns ja noch mal brauchen, ich hau doch kein Geld für Neukauf zum Fenster raus“ und „ich hab zu viel Zeug“? Muss man sich Minimalismus erstmal leisten können? Und nachdem ich innen und außen grad uuurviel Platz hab für Neues, bin ich auf eure Meinungen gespannt! 🙂

Ich kauf nix fucks Beauty. Quasi.

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Wahnsinn! Vor über SECHS Jahren hat meine Kaufnixreise begonnen, mit diesem Blog und dem vorangegangenen Entschluss: Ich kauf ein Jahr nix.

Es hat mein Leben komplett verändert. Nicht nur mein Einkaufsverhalten ist anders, sondern auch mein Beruf, mein Leben, Teile meines Freundeskreises, alles. Und ich liebe es und werde wohl nie aufhören, mein diesbezügliches Wissen auszubauen. Das Thema ist einfach unglaublich vielschichtig, von den sozialen und ökologischen Produktionsaspekten über die unglaublichen Tricks der Industrie bis hin zur Konsumpsychologie. Alles megaspannend, und wer sich hier durch den Blog scrollt, wird viel dazu finden.

Aber ich entwickle mich auch weiter. Mein Interesse gilt nicht nur mehr dem Textilen, sondern auch dem, was drunter ist: Unseren Körpern – und wiederum auch, was die Konsumgesellschaft damit macht. Daher:

Meine Lieben, es gibt zwar weiterhin diesen Blog und ich werde sicher hier hin und wieder noch Textiles absondern, aber es gibt auch ein neues Baby: Passend zu meinem neuen Buch „Fuck Beauty!“ hab ich mir auch ein paar Onlineauftritte zugelegt:

  1. Es gibt einen Blog, auf dem ich hin und wieder mal austobe, wenn ich mich feministisch auskotzen oder selbstliebetechnisch aussenfen möchte. Ich weiß, eigentlich könnt ichs auch hier weitermachen, weil größere Leserschaft und so, aber ich habs so ein bissl mit der Sortenreinheit. Beim Wein mag ich Muskateller oder Veltliner auch lieber als Gmischten Satz….
  2. Es gibt eine Facebookseite, der ein grooßes Drama vorangegangen ist. Eigentlich wollte ich sie Fuck Beauty nennen. Das gelang zu Beginn auch. Dann wollte der Verlag ein bissl Werbung auf die Seite schalten, und Facebook sagte: Nö! Vulgäre Sprache! Geht nicht! Aber Hauptsache, sie haben mich die Seite so nennen lassen… Lang hin und her überlegt, wie ich die Seite umbenennen könnte. F**k oder F… war mir zu blöd, das findet man dann ja in der Volltextsuche auch nicht. „Nunu Kaller“ als Seitenname widerstrebte mir zwar etwas (ich bin lieber mit einem Projektnamen in der Öffentlichkeit als mit einer selbstdarstellerischen Seite), aber war die einfachste Lösung. Gut, gesagt, getan, am Inhalt der Seite würde sich ja eh nix ändern. Und was sagt Facebook? Nö! Geht nicht, ich darf nicht umbenennen, weil das meine 200 Follower zu sehr verwirren würde. Es hat einiges Hin- und Herschreiben gebraucht, bis sie verstanden haben, dass das eine der Buchtitel und das andere der Autorinnenname ist. Grmpf. Aber ok: Trommelwirbel und Tatatatataaa: Meine Facebookseite. Ein Like freut das Herzelein.
  3. Und nachdem ich mich im Buch auch groß über Instagram ausbreite und diese wunderbare Bewegung der Body Positivity entdecken durfte, habe auch ich mich getraut, ein öffentliches Instagram-Profil anzulegen. Und um ehrlich zu sein: Derzeit passiert dort am meisten, einfach, weil die Interaktion so herrlich direkt ist.

Aber heute Abend gibts nochmal eine ganz wunderbare Reise in meine eigene Vergangenheit. Auf Stern-TV werde ich mich live im Studio an meine Zeit damals erinnern und den beiden Mädels, die das jetzt versuchen, ein paar Ratschläge geben! Ich freu mich drauf!

Ach ihr tollen LeserInnen: Danke euch. Ich finds immer wieder toll und auch sehr schräg, wieviele Menschen mir zuhören und wieviele von euch ich auf neue Aspekte oder Themenbereiche hinweisen darf. Ohne euch wär das doch alles nix. ?

Foto (c) Bianca Kübler, die auch durch diesen Blog zu einer wunderbaren Freundin wurde und die genialsten Porträts der Welt macht.

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Ich lebe noch, und wie! Die meiste Action spielt sich aber gerade hier ab, zu Bloggen komm ich kaum. Durchgetaktet ist grad ein Hilfsausdruck für meinen Alltag. Aber eines tu ich dennoch gern: Wenn es irgendwie geht, Reichweite für Freunde und Bekannte mit engagierten Zielen schaffen. Karmapunkte sammeln und so.

Eine dieser Freundinnen ist Lisa. Sie versucht gerade, die Göttin des Glücks zu retten (wie das geht, Schwarz(schwarz schwarz schwarz 003) Nike Herren Free Tr 8 Turnschuhe), und hat dazu ein Video veröffentlicht, das viele von euch sehen sollten: Und Adidas Herren EQT Support ADV PK Turnschuhe! Aber HALT STOP, das Video ist recht lang, bitte erst hier fertiglesen, dankeschön 🙂

Die nächste ist Laura, die eine neue Filiale meines geliebten Ladens für Faire Mode aufgemacht hat – das EBENBERG hat eine große Schwester bekommen, und zwar in der Reindorfgasse im alten Block 44. Das jetzt nur mal so als Tipp, genauer geh ich demnächst drauf ein.

Und dann ist da Janina. Janina ist da ganz ähnlich wie ich, auch sie versucht, durch ihre diversen Kanäle Freunde zu pushen, und zwei davon sind Tom und Tanja. Als sie mir davon erzählt hat, war ich begeistert. Also. Das sind Tom und Tanja (und ich poste das Foto, weil ichs total leiwand find, wie die zwei sich angrinsen):

Die beiden haben einen Laden aufgemacht, das EvergreenHanf in der Kettenbrückengasse 8. Ich war sie letztens dort besuchen und hab mir von Tom erklären lassen, wie er überhaupt auf das Thema gekommen ist. Er erzählte, dass er sich bei der Krebserkrankung seiner Mutter mit CBD beschäftigt hat, damit er ihr bei der Linderung ihrer Schmerzen helfen kann. Und es hat ihn fasziniert:

CBD ist sowas wie der Streberbruder von THC. Macht alles richtig, ist voll brav, wirkt extrem gut gegen chronische Schmerzen, aber hat keinen psychoaktiven Effekt wie der Partybruder THC. Und es wirkt echt Bombe. Ich selbst habs noch nicht ausprobieren müssen, kenne aber inzwischen wirklich einige Fälle aus meinem Bekannten- und Freundeskreis, die auf CBD als Schmerzstiller schwören.

Doch aus Hanf kann man nicht nur THC und CBD machen, sondern auch noch lauter feine andere Sachen (und es wächst HIER. Nix importieren und lange Reise und so):

„Hanf gehört zu jenen Lebensmitteln, die sich durch ihre ungewöhnlich hohe Nährstoffdichte auszeichnen. Hanf, etwa in Form von Samen, Öl oder Nüsschen, ist reich an Antioxidantien, hochwertigem Protein, Omega-3-Fettsäuren, Vitamin E, Gamma-Linolensäure, B-Vitaminen, Aminosäuren wie Methionin und Cystein, etc. Aus Hanf lassen sich Stoffe, Seile, Papier (ohne den Wäldern zu schaden) und Kleidung fertigen. Hanf ist genügsam, Pestizide und Herbizide sind beim Anbau überflüssig. Zu dem, dass in Hanf eine ganze Menge für den Körper förderlicher Substanzen steckt, enthält es auch Cannabinoide, welche unter anderem die Zellen und das Nervensystem schützen, die Abwehrkräfte unterstützen oder Schmerzen lindern“, schreiben Tom und Tanja.

Ah, und der Haut tuts auch gut (ich hab mir eine Creme mitgenommen, die meine derzeit recht beanspruchte Haut – es ist so absurd, ich war noch nie so oft geschminkt wie seit der Veröffentlichung von Fuck Beauty, und meine Haut war echt rasend beleidigt deshalb  – binnen kürzester Zeit wieder auf Babypoponiveau repariert):

Warum ich das gerade wie einen Werbebeitrag schreibe? Weil ich Feigling immer wieder aufs Neue in höchster Bewunderung mit offener Kinnlade dastehe, wenn ich Menschen treffe, die sagen: So, ich versuch das jetzt. So wie Tom und Tanja, für Tom ist das Thema CBD und Hanf so lebensbestimmend geworden, dass er es auch beruflich umsetzen möchte. Und dabei hat er jegliche Unterstützung verdient. Immer wieder aufs Neue find ichs einfach nur super und möchte meinen Teil dazu beitragen, solchen Leuten zu helfen (und das was ich kann, ist darüber schreiben).

Und außerdem finde ich es übrigens extrem wichtig, dass wir uns eine Vielfalt erhalten, auf den Straßen und in unseren Köpfen. Nicht nur Filialen großer Ketten, und nicht nur Schulmedizin. Yeah.

„Wieso schreibst eigentlich nix über Fuck Beauty hier?“

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„Wieso schreibst eigentlich am Blog nix fürs neue Buch?“ Mein Bruder, gestern.

Hoppala. Da hab ich echt vor lauter PR-Wahnsinn auf was vergessen: Auf diesen wunderbaren Blog, den ich seit 2012 führe. Whoops 🙂 Tschulligung!

Also: Seit letzter Woche gibt es mein neues Buch „Fuck Beauty!“ am Markt.

Die letzten paar Wochen waren ein Wahnsinn. Zuerst massiv mit PR fürs Buch beschäftigt, TV-Auftritte en masse (drei Mal ORF innerhalb von acht Tagen ist sogar für meine Verhältnisse brutal viel), Zeitungsartikel, die mich selbst komplett aus den Socken hoben (ich rechnete mit einer Viertel- bis halben Seite, und es wurden sowohl in der Presse als auch im Kurier DOPPELSEITEN), Radiointerviews am laufenden Band. Überall gutes Feedback. Es war wirklich eine Achterbahn in den letzten Tagen. Unglaublich.

Soweit, so gut. Ich stand trotzdem extremst unter Strom. Weil das Buch unvergleichlich viel persönlicher wurde als das erste. Weil mir die Messages in dem Buch wahnsinnig am Herzen liegen – es macht mich inzwischen nur noch traurig, wenn ich Frauen sehe, die sich selbst Lebensqualität am laufenden Band wegnehmen, weil sie sich selbst so kritisch sehen. Weil ich es selbst so gut kenne. Weil ich es so unglaublich gut nachfühlen kann, wenn Frauen sichtbar ihr Aussehen permanent „mitdenken“. Wenn sie sich permanent selbst kritisieren.

Ladies, ihr seid schön! Es gibt euch alle, jede Einzelne von euch, nur einmal – und das ist schon die perfekte Version von euch selbst.

In dem Buch mache ich mich auf die Suche nach einer Definition von Schönheit, denke über die gesundheitlichen Implikationen nach, widme mich feministischem Gedankengut und – eh kloar – baue auch eine ordentliche Portion Konsumkritik ein. Sonst wärs nicht ich, oder? 😉

Nicht selten vergoss ich vor der Veröffentlichung (und auch beim Schreiben selbst) Tränen – einige Kapitel im Buch haben mich sehr viel Mut gekostet, und doch bin ich jetzt froh, sie geschrieben zu haben. Jetzt ist das Buch draußen, die PR-Arbeit fürs Erste erledigt, und ich muss mein Baby ziehen lassen. Es wirken lassen, es muss gelesen werden. Aber: Das bisherige Feedback ist wirklich umwerfend. All ihr tollen, lieben Menschen da draußen, die mir geschrieben haben, wie super ihr das Buch findet und wie sehr es euch anspricht: DANKE. Ich danke euch von ganzem Herzen.

Übrigens: Die Idee zum Buch entstand sehr kurz, nachdem ich Damenschuhe HWF Frauen Müiggnger Lederschuhe Horsebit Stil, Weiche Untere Weibliche Feder, Einzelne Schuhe Flache Ferse Muller Schuhe Britischen Stil (Farbe SCHWARZ, gre 39) geschrieben hatte. Danke, dass ihr ihn so viel gelesen habt und mir das Gefühl gegeben habt, ich kann mit euch den Weg dieser Weiterentwicklung nehmen. ?Um eine mir seeeehr nahestehende Person zu zitieren: „Das war das Buch, das du schreiben musstest, Nunu.“ Stimmt.